Wie du eine effektive Content-Strategie entwickelst

Geschrieben von
Nico Kavelar
Marketing Manager mit umfassender SEO- und SEA-Expertise zur gezielten Markenstärkung im DACH-Raum.
Mrz 31, 2025
10 Min. Lesezeit

Content ist eines der stärksten Marketing-Tools, mit dem du potenzielle und bestehende Kunden gezielt erreichst. Er kann dich an die Spitze der Suchergebnisse bringen, Vertrauen aufbauen und Leads durch den Marketing-Funnel führen. Mit der richtigen Strategie kannst du selbst die ambitioniertesten Ziele erreichen – aber nur, wenn jeder Inhalt ein klares Ziel verfolgt.

Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft dir, eine Content-Strategie zu entwickeln, die dein Business in den Mittelpunkt stellt. Egal, ob du gerade in Content-Marketing investieren möchtest oder frustriert bist, weil deine Inhalte kaum Beachtung finden – dieser Blogpost liefert dir eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Content-Strategie.

Was ist eine Content-Strategie?

Deine Content-Strategie ist der Fahrplan für die Erstellung und Verbreitung all deiner Inhalte. 

Sie bringt deine Geschäftsziele mit den Bedürfnissen deiner Zielgruppe in Einklang und stellt sicher, dass der Mehrwert deiner Inhalte auch deinem Unternehmen zugutekommt. 

Auch wenn sie nur ein Teil deiner gesamten Marketingstrategie ist, kann sie die Leistung verschiedener Kanäle erheblich verbessern – darunter SEO, PPC, E-Mail-Marketing, Social Media, PR und mehr.

Wichtig: Jeder Inhalt, den du erstellst, sollte deine Markenidentität stärken und deine einzigartige Markenstimme bewahren. Konsistenz ist der Schlüssel.

Wenn dein Inhalt auf deine Geschäftsziele ausgerichtet ist, maximierst du deinen ROI und holst das Beste aus deinen Investitionen heraus.

Schauen wir uns nun an, wie du das in die Praxis umsetzen kannst.

10 einfache Schritte zu einer erfolgreichen Content-Marketing-Strategie

Wir begleiten dich durch jede Phase der Entwicklung einer erfolgreichen Content-Strategie.

Denke daran: Eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie ist nicht in Stein gemeißelt. Mit der Zeit musst du sie möglicherweise anpassen, um auf neue Herausforderungen zu reagieren und deine Herangehensweise anhand erster Ergebnisse zu optimieren.

Schritt 1: Ziele festlegen und KPIs definieren

Jede starke Content-Strategie beginnt mit einer klaren Vision. Frage dich: Warum solltest du Inhalte für deine Marke erstellen? 

Zunächst einmal ist es wichtig zu bedenken, dass deine Ziele variieren können. Vielleicht möchtest du den organischen Traffic steigern oder mehr Leads durch Demo-Calls generieren. Vielleicht geht es dir aber auch darum, deine Markenidentität zu stärken oder die Kundenbindung zu verbessern. Je nach aktueller Situation deines Unternehmens, bisherigen Ergebnissen oder verfügbaren Ressourcen kannst du entweder ein einzelnes Ziel verfolgen oder mehrere gleichzeitig. 

Lass dich in dieser Phase nicht einschränken. Liste alle relevanten und gewünschten Ziele auf und stelle sicher, dass deine Content-Marketing-Ziele mit deinen Geschäfts­zielen übereinstimmen. Priorisiere sie nach ihrem Ressourcenaufwand und ihrem Beitrag zu deinen Unternehmenszielen. Definiere für jedes Ziel klare Key Performance Indicators (KPIs).

Beispiele für Ziele und KPIs:

  • Erstelle Top-of-the-Funnel-Content, um die Markenbekanntheit zu steigern (KPI: Monatlicher organischer Traffic).
  • Verfasse Case Studies, um Kunden in der Entscheidungsphase zu überzeugen (KPI: Zugehörige Conversions).
  • Veröffentliche Beiträge auf Nischen-Websites, um die Markenbekanntheit und den Referral-Traffic zu steigern (KPIs: Seitenaufrufe auf Medienseiten, Referral-Klicks).

Schritt 2: Bestehenden Content auswerten und optimieren 

Um deine Ziele messbar zu machen, brauchst du historische Daten. Führe ein Content Audit durch, um den aktuellen Status für jedes in Schritt 1 definierte Ziel zu bewerten. So kannst du deine KPIs mit vergangenen Ergebnissen vergleichen und realistische Erwartungen setzen. Falls deine Zielliste zu lang ist, kürze sie und konzentriere dich auf die wirkungsvollsten Ziele deiner Content-Strategie.

Analysiere anschließend deine gesammelten Daten und identifiziere veraltete oder unterperformende Inhalte. Entscheide, ob du diese Inhalte aktualisieren und optimieren möchtest (was Ressourcen erfordert) oder ob sie gelöscht werden sollten.

Schritt 3: Verfügbare Personalressourcen analysieren

Nachdem du festgelegt hast, was zu tun ist, solltest du prüfen, was tatsächlich umsetzbar istund in welchem Zeitrahmen. In den meisten Fällen werden Ressourcen monatlich gemessen.

Wenn du die Content-Erstellung intern abwickelst, berücksichtige alle beteiligten Teams. Je nach Unternehmensstruktur können dazu Design, Social Media, Schulungsteams und weitere Abteilungen gehören. Ermittle die verfügbaren Arbeitsstunden sowie den Zeitaufwand für die Erstellung verschiedener Content-Formate (z. B. Blogartikel, Podcasts, Videos, Social-Media-Beiträge). Wandere die Arbeitsstunden anschließend in Content-Einheiten um. Falls du mit Freelancern zusammenarbeitest, beziehe auch ihre Beiträge mit ein. Verteile deine Ressourcen strategisch zwischen regelmäßigen Content-Marketing-Aktivitäten (z. B. Podcasts) und experimentellen Formaten.

Schritt 4: Budget analysieren und optimieren

Überprüfe, wie dein Budget auf Freelancer, Sponsored Content, Tools und andere Ressourcen verteilt ist. Nutze die zuvor gesammelten Content-Performance-Daten, um zu bewerten, ob deine Budgetverteilung effizient ist oder angepasst werden muss, damit sie die Ziele deiner Content-Strategie besser unterstützt.

Erwäge die Investition in Automatisierungstools, um Zeit und Personalkosten zu sparen. Ein Experiment hat beispielsweise gezeigt, dass das Content-Marketing-Tool von SE Ranking detaillierte Content-Briefs in nur 20 Minuten statt zwei Stunden erstellen kann. Zudem kann es die Erstellung eines vollständigen Content-Stücks auf eine Stunde statt drei verkürzen.

Schritt 5: Zeitrahmen festlegen

Wenn dein Unternehmen quartalsweise plant, sollte deine Content-Strategie so gestaltet sein, dass sie innerhalb dieses Zeitraums realistisch umsetzbar ist.

Falls du bei den Zeitplänen flexibel bist, wähle die vielversprechendsten Ziele aus deiner Liste aus. Schätze den Zeitaufwand für die Erstellung der Inhalte sowie für die anschließende Erfolgsmessung. Eine gute Content-Marketing-Strategie erstreckt sich in der Regel über drei bis sechs Monate.

Langfristige Content-Strategien, die auf Jahresplänen oder längeren Zeiträumen basieren, können effektiv sein – sie sollten jedoch regelmäßig überprüft und bei Bedarf anhand von Zwischenergebnissen optimiert werden. 

Schritt 6: SMART-Ziele und zentrale Ergebnisse für den gewählten Zeitraum festlegen 

Jetzt ist es an der Zeit, deine Ziele glasklar zu definieren. Verbinde alle Elemente deiner Content-Strategie, die du bereits erarbeitet hast. Dazu gehören:

  • Die Ziele, die du erreichen möchtest.
  • Dein gewählter Zeitrahmen.
  • Analyse historischer Daten.

Mache deine Ziele messbar, indem du deine prognostizierten Ergebnisse mit deinen bisherigen Erfolgen vergleichst. Füge jetzt konkrete Zahlen zu deinen Zielen hinzu oder ergänze sie um einen messbaren KPI. 

Beispiele für Ziele und KPIs:

  • Erstelle Top-of-the-Funnel-Blogartikel, um die Markenbekanntheit zu steigern (KPI: 10 neue Blogartikel mit jeweils 1.000 eindeutigen Seitenaufrufen pro Monat, zwei Monate nach Veröffentlichung).
  • Erstelle fünf neue Case Studies, um Kunden in der Entscheidungsphase zu überzeugen (KPI: 100 zugehörige Conversions).
  • Veröffentliche drei Artikel auf Nischen-Medien-Websites, um 5.000 Seitenaufrufe auf Medien-Websites und 600 Referrals zu erzielen.

Schritt 7: Zielgruppenanalyse und Segmentierung durchführen

Hier kommen User Personas oder Ideal Customer Profiles (ICPs) ins Spiel. Hochwertiger Content wird immer mit einer klar definierten Zielgruppe im Kopf erstellt. Zu wissen, wen du genau ansprichst, beeinflusst sowohl die Wahl der Content-Formate als auch die effektivsten Distributionskanäle. Ein fundiertes Verständnis der Herausforderungen und Pain Points deiner Zielgruppe hilft dir, relevante Inhalte für jede Phase des Kaufprozesses zu entwickeln.

Schritt 8: Inhalte erstellen, die zu den Zielen deiner Content-Strategie passen

Die von dir gewählten Themen und Content-Formate sollten mit deinen Zielen übereinstimmen und die Bedürfnisse deiner Zielgruppe ansprechen. Je nachdem, ob du den organischen Traffic erhöhen, Leads generieren oder die Kundenbindung verbessern möchtest, musst du die Probleme deiner Zielgruppe in den verschiedenen Phasen des Kaufprozesses ansprechen.

Wenn dein Ziel darin besteht, den Traffic zu steigern und die Markenbekanntheit zu erhöhen, sollte deine Content-Strategie Top-of-the-Funnel-Inhalte enthalten. Diese richten sich an Nutzer, die möglicherweise noch gar nicht wissen, dass es eine Lösung für ihr Problem gibt (z. B. die Vorstellung von Katzenbrunnen für neue Katzenbesitzer).

Wenn du im SaaS-Bereich tätig bist und dein Ziel die Kundenbindung ist, bedeutet „nützlicher Content“, bestehende Nutzer über die vollen Funktionen deines Produkts aufzuklären. Zum Beispiel durch eine How-to-Anleitung, die zeigt, wie deine neue KI-Funktion automatisch Kundenanfragen im Chat bearbeiten kann.

Um neue Content-Ideen zu entwickeln, denke an alles, was du über deine User Personas weißt. Nutze zudem spezialisierte Tools wie MindMeister, um deine Ideen zu strukturieren, oder AnswerThePublic, um Suchanfragen visuell zu analysieren. Auch SEO-Tools mit umfassenden Suchmetriken, wie das Keyword-Recherche-Tool von SE Ranking, können wertvolle Einblicke liefern.

Schau dir unsere Guides an, um zu lernen, wie du Inspiration von deinen Wettbewerbern erhältst und Low-Competition-Keywords findest, um deine Inhalte in Suchmaschinen besser zu platzieren.

Pro-Tipp: Fühlst du dich von der Menge an Content-Ideen überwältigt? Identifiziere zunächst die fehlenden Inhalte, die zu deinem Ideal Customer Profile (ICP) und deinen Zielen passen. Wenn einige deiner Produkte die Herausforderungen deines ICP perfekt lösen, aber noch nicht durch entsprechenden Content präsentiert werden, sollten sie unbedingt Teil deiner Content-Strategie werden.

Wir empfehlen dir, alle guten Content-Ideen zu notieren. Sie werden vielleicht nicht sofort einen Platz in deinem Content-Kalender finden, aber ein Backlog mit relevanten Themen erleichtert dir die Planung deiner zukünftigen Content-Strategie.

Schritt 9: Die besten Content-Formate für deine Zielgruppe auswählen

Berücksichtige die Content-Vorlieben deiner Buyer Personas, wenn du die passenden Content-Formate auswählst. Dazu können E-Mails, Facebook-Posts, Tweets, Gated Templates, Blogartikel, Videos und mehr gehören. Falls du SEO als Distributionskanal nutzt, achte darauf, dass deine Themen ein ausreichendes Suchvolumen haben und potenzielle Besucher auf deine Website lenken.

Überprüfe, ob die von dir ausgewählten Keywords spezielle SERP-Features auslösen. Dies kann dir helfen, das passendste Content-Format zu wählen. Wenn die Suchergebnisse vor allem Videos oder Podcasts enthalten, solltest du erwägen, diese Formate statt klassischer Blogartikel zu nutzen. Alternativ kannst du auch in beide Formate investieren, indem du deinen Content wiederverwendest und anpasst.

Marktforschung und direktes Kundenfeedback zu bevorzugten Content-Formaten sind wertvolle Strategien, die sich langfristig auszahlen.

Schritt 10: Leistungs-Benchmarks für jedes Content-Stück festlegen

Jedes Content-Stück, das du erstellst, sollte mindestens zu einem Ziel deiner Content-Strategie beitragen. Um die Auswirkungen jedes einzelnen Content-Stücks zu messen, lege Leistungs-Benchmarks fest. Die spezifischen Content-Marketing-Kennzahlen, die du verwendest, hängen von deinen Zielen ab. Wenn du zum Beispiel den Traffic steigern möchtest, bestimme, wie viel Traffic du von jedem Content-Stück erwartest. Wenn du Leads generieren möchtest, gib die genaue Anzahl an. Nutze die historischen Daten, die du zuvor gesammelt hast, um diese Schätzungen zu erstellen.

SEO-Prognosen und die allgemeine Marketing-Performance können herausfordernd sein, und deine Schätzungen sind möglicherweise nicht immer genau. Aber je mehr Daten du im Laufe der Zeit sammelst, desto präziser werden deine Vorhersagen. Schließlich ist es der datengestützte Ansatz, der dir hilft, eine wirklich effektive Content-Marketing-Strategie aufzubauen.

Zusammenfassung

Eine umfassende Content-Strategie aufzubauen erfordert viel Recherche. Du brauchst eine klare Vision, wohin du steuern möchtest, ein Verständnis dafür, welcher Content bei deinen Lesern gut ankommt, und eine Bewertung der Ressourcen, die nötig sind, um den wertvollen Content zu produzieren, der in deinem Content-Plan definiert ist. Auch wenn es anfangs überwältigend erscheint, all diese Daten zu durchdringen, wirst du nach einiger Zeit die Vorteile einer gründlichen Planung zu schätzen wissen – und dann gibt es kein Zurück mehr.

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