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Aug 11, 2022

Instagram-Likes sind toll. Facebook-Follower sind gut. Klicks auf deine Produktseite sind cool. Aber all das bedeutet nichts, wenn diese Leute nicht irgendwie konvertieren. Aber was genau ist eine Conversion Rate und wie berechnest du sie für dein eigenes Unternehmen? Gehen wir ins Detail.

Was ist eine Conversion Rate?

Wenn wir von Conversion Rate (Konversionsrate) sprechen, kann das viele verschiedene Bedeutungen haben. Auf einem sehr allgemeinen Level bezieht sich die Conversion Rate auf die Anzahl der Nutzer, die die gewünschte Aktion durchgeführt haben, geteilt durch die Gesamtzahl der Nutzer. Multipliziere diese Zahl mit 100, um den Prozentsatz zu erhalten.

Wie gesagt, eine Conversion kann sich auf viele verschiedene Dinge beziehen, aber hier sind ein paar gängige Beispiele:

  • Klicks
  • Käufe
  • Anmeldungen
  • Installationen
  • Ein Konto erstellen
  • Absenden eines Formulars

Conversions können auf unzählige Arten angewendet werden. Nehmen wir zum Beispiel an, es geht um deine SEO-Conversion-Rate. Vielleicht hast du eine Seite, die in den Google SERPs an dritter Stelle steht und 50 Klicks / Besuche pro Monat erhält. Auf dieser Seite hast du ein Formular, mit dem man sich für deinen Newsletter anmelden kann, und du erhältst 10 Anmeldungen pro Monat. So funktioniert unser Conversion-Rate-Rechner:

10 Anmeldungen / 50 Klicks = 0,2 

0.2 x 100 = 20 %

Unsere Conversion Rate liegt in diesem Fall bei 20 %. 

Wichtig ist, dass sich die Conversion Rate nicht nur auf Verkäufe/Einnahmen bezieht. Es gibt unendlich viele Arten von Conversions. Du könntest dir anschauen, wie viele Website-Besucher in E-Mail-Anmeldungen umgewandelt werden oder wie viele Instagram-Follower in Klicks auf den Link in deiner Bio umgewandelt werden. Der Punkt ist, dass eine Conversion bedeutet, dass der Nutzer eine bestimmte Aktion durchgeführt hat, die für das Unternehmen von Wert ist.

Warum solltest du dich um Conversion Rates kümmern?

Gute Frage! Wie bereits erwähnt, ist die Betrachtung von Metriken wie Likes, Follower-Zahlen und Link-Klicks ein guter Anfang, aber sie sagt bei weitem nicht alles aus.

Betrachten wir ein extremes Beispiel. Nehmen wir an, du hast eine Seite auf deiner Website, die bei Google auf Platz eins steht – der begehrteste Platz. Das sollte ein großer Gewinn für dich sein. Du bekommst 300 Klicks in den SERPs … aber niemand, der auf der Seite gelandet ist, hat den Button für die kostenlose Testversion angeklickt, um dein Produkt zu testen. Woran liegt das? 

Nun, das können wir nur anhand dieser Informationen nicht mit Sicherheit sagen. Aber es ist gut möglich, dass die Seite einfach nicht verlockend genug ist, um die Leute zur Anmeldung zu bewegen. Wir müssen mehr tun, um sie zu motivieren. Was bekommen sie, wenn sie sich anmelden? Das sollte stärker betont werden.

Nochmal, das ist ein extremes Beispiel, aber der Punkt ist folgender: Die Spitzenposition und 300 Klicks sind weitgehend nutzlos, wenn kein einziger zu einer Anmeldung führt, die aber für den Markenwachstum notwendig ist.

Die Kenntnis deiner Conversion Rate(s) verrät dir auch, wo du gut bist und was du verbessern solltest – vor allem, wenn du sie mit anderen Metriken kombinierst (lies weiter, wir kommen gleich darauf zu sprechen). Vor allem aber kannst du damit die Kosten für die Gewinnung neuer Kunden senken und die vorhandenen Kunden dazu bringen, mehr Geld auszugeben – was wiederum den Wert jedes einzelnen Kunden erhöht.

Und nicht zuletzt: Während Conversions eine einzelne Aktion bzw. ein einzelnes Ereignis darstellen, können wir sie auch aus einem weiteren Blickwinkel betrachten: Conversion Funnels (Konversionstrichter) – manchmal auch Sales Funnels (Verkaufstrichter) genannt. Das ist die „Reise“, die deine Nutzer auf dem Weg zu deiner gewünschten Conversion zurücklegen. Dein Funnel kann mit einem Lead-Magneten beginnen, für den die Nutzer sich entscheiden, und mit dem Kauf deines Produkts enden. Der Sales Funnel kann offenbaren, was deinen Nutzern an der Reise gefällt und umgekehrt, wo sie abspringen.

Weiter geht‘s. Wir müssen noch eine wichtige Frage klären.

Was ist eine gute Conversion Rate?

Um zu wissen, ob deine eigenen Conversion Rates auf dem richtigen Weg sind, solltest du eine Vorstellung davon haben, wie sie idealerweise sein sollten. 

Was ist also eine gute Conversion Rate? Um dir eine ungefähre Vorstellung zu geben, kannst du in der Regel 10 % anstreben.

Natürlich hängt die angestrebte Conversion Rate von einer Reihe von Faktoren ab, z. B.:

  • Das Medium: Deine Website rankt idealerweise in Google und macht die Leute, die dich in den Suchergebnissen finden, zu treuen Nutzern. Organischer Google-Traffic ist in der Regel eine große Traffic-Quelle für Marken. Die Conversion Rates in den sozialen Medien sind im Laufe der Jahre gesunken, da die Plattformen immer wettbewerbsintensiver geworden sind, aber sie sind immer noch hervorragend geeignet, um den Bekanntheitsgrad einer Marke zu steigern. E-Mail-Marketing ist unglaublich profitabel und hat einen hohen ROI, denn die Menschen auf deiner Liste sind warme oder heiße Leads und bereits loyal gegenüber deiner Marke.
  • Das Ziel dieses Mediums: Ein häufiges Ziel des E-Mail-Marketings ist es, Abonnenten zum Kauf zu bewegen, da diese Beziehungen bereits gepflegt wurden. Das Ziel der Homepage einer Website hingegen könnte sein, Nutzer dazu zu bringen, sich für ein kostenloses Angebot zu entscheiden. In den sozialen Medien ist es ein gängiges Ziel, die Follower dazu zu bringen, einen Beitrag zu liken, zu kommentieren oder zu teilen, da dies die Bekanntheit der Marke erheblich steigert.
  • Deine Branche/Nische: Die Conversion Rate kann leicht schwanken, je nachdem, wie groß das Publikum ist, das du erreichen willst. In einer Nischenbranche – und damit auch bei deinem Zielpublikum – kannst du zum Beispiel eine höhere Conversion Rate erwarten. Bei einer breiteren (sprich: größeren) Zielgruppe kann deine Conversion Rate verständlicherweise niedriger sein.

Wenn du dir diese verschiedenen Faktoren ansiehst, kannst du besser ermitteln, wie eine durchschnittliche Conversion Rate aussehen sollte, die auf deine Bedürfnisse und Ziele abgestimmt ist.

Betrachten wir zunächst die Ziel-Conversion-Rate nach Medium:

  • PPC: 10 % ist eine gute Conversion Rate (Durchschnitt: 2,35 %)
  • SEO: Eine gute Conversion Rate liegt bei 16 % (Durchschnitt: 2,4 %)
  • E-Mail-Marketing: 2–5 % gelten als gut (Durchschnitt: 1,33 %)
  • Affiliate Marketing: 10 % ist überdurchschnittlich (Durchschnitt: 0,5–1 %)
  • Social Media Marketing: 2–5 % ist überdurchschnittlich (Durchschnitt: 0,71 %)

Denke daran, was wir zuvor über die verschiedenen Faktoren gesagt haben, die eine Rolle spielen. Die Prozentsätze, die du siehst, unterscheiden sich voneinander, weil jedes Medium anders ist und seine eigenen Ziele und Methoden hat.

Dies sind sehr allgemeine Prozentzahlen, aber sie geben dir zumindest eine grobe Vorstellung davon, was du anstreben solltest.

Diese Zahlen lassen sich auch nach Branche und Art der Branche aufschlüsseln. Hier sind grobe Durchschnittswerte:

  • B2B
    • SaaS: 1,1 %
    • Versand und Logistik: 2,7 %
    • HLK: 3,3 %
    • Personaldienstleistungen: 5.1 %
    • Rechtsdienstleistungen: 7.4 %
    • eCommerce: 3,25 %
    • Technik: 1.5 %
  • B2C

Nimm diese Prozentsätze nicht als Maßstab, sondern betrachte sie als Richtwerte. Auch hier gibt es viele Variablen, und eine gute Conversion Rate für eine Modemarke kann sich von einer guten Rate für eine andere Modemarke unterscheiden.

14 weitere trackbare Conversion-Metriken

Wie bereits erwähnt, solltest du deine Conversion Rates zusammen mit anderen Metriken überwachen. Darauf gehen wir als Nächstes ein, denn die Kombination mehrerer Metriken gibt dir einen viel genaueren Überblick.

1. Die Traffic-Quelle

Du denkst vielleicht, dass deine Traffic-Quelle unwichtig ist, wenn es um Conversions geht, aber sie kann dir tatsächlich wertvolle Einblicke liefern. Sie kann dir insbesondere dabei helfen, zu verstehen, wie jedes Medium dir helfen kann, mit den jeweiligen Nutzern in Kontakt zu treten und zu interagieren.

Wenn zum Beispiel der größte Teil deines Traffics von Instagram kommt und deine Conversion Rate sehr niedrig ist, könnte das daran liegen, dass Instagram-Nutzer eher daran interessiert sind, deine Beiträge in ihrem Feed zu sehen, aber nicht weiter mit dir zu interagieren.

Auf der anderen Seite könntest du feststellen, dass der organische Traffic von Google eine deutlich höhere Conversion Rate hat. Das könnte daran liegen, dass die Menschen aktiv nach der Lösung suchen, die du anbietest, indem sie eine Frage in die Suchmaschine eingeben und deine Website finden.

2. Zielgruppe (Audience)

Wie hoch ist das Durchschnittsalter deiner Nutzer? Fällt dir auf, dass sie vor allem in einem bestimmten Gebiet leben und nicht in anderen? Wenn du deine Zielgruppe kennst, kannst du ihre Bedürfnisse ermitteln, verstehen, wie sie tatsächlich konvertieren und wie du sie am besten erreichen kannst.

3. Verhaltensfluss (Behavior Flow)

Der Verhaltensfluss zeigt dir den Weg, den deine Nutzer von Seite zu Seite nehmen und wo sich deine wichtigste Conversion-Seite auf diesem Weg befindet. So kannst du herausfinden, wo du Leute verlierst und wie die Besucher durch deine Website navigieren.

4. Die Conversion Rate für neue vs. wiederkehrende Besucher

Die Conversion Rate für neue Besucher kann sehr aufschlussreich sein, denn sie zeigt dir, wie der erste Eindruck der Nutzer ist, wenn sie auf deiner Seite landen. Vor allem, wenn du sie mit anderen Metriken wie der Absprungrate kombinierst (mehr dazu in einer Minute), kann sie eine wichtige Frage beantworten: Erkennen die Leute den Wert unseres Angebots oder verlieren sie schnell das Interesse? 

Ein Anwendungsbeispiel ist der Vergleich zweier Landing Pages auf deiner Website. Welche Seite bringt mehr neue Nutzer hervor? Nutze diese Erkenntnis, um die andere Seite zu verbessern. 

Während es dir vielleicht schwerer fällt, neue Besucher zu konvertieren, sieht es bei wiederkehrenden Besuchern anders aus. Wenn Menschen immer wieder auf deine Seite zurückkehren, ist das ein gutes Zeichen! Es bedeutet, dass sie interessiert sind. Wenn sie jedoch nicht konvertieren, stimmt etwas nicht. 

Jedes Mal, wenn jemand auf deine Seite zurückkehrt, pflegst du diesen Lead. Achte darauf, dass du sie weiterhin zu einer Conversion bewegst. Wiederkehrende Besucher sind sehr wertvoll.

5. Verweildauer auf der Seite

Verbringen Nutzer durchschnittlich zwei Sekunden auf einer Seite, bevor sie sie verlassen? In dieser Zeit können sie nicht viel erreichen. Mit anderen Worten: Die Conversion Rate wird darunter leiden.

Wenn sie jedoch mehr Zeit auf der Seite verbringen – vielleicht ein paar Minuten – ist die Chance größer, dass sie dich kennenlernen, dir vertrauen und eine Aktion ausführen (z. B. sich in deine E-Mail-Liste eintragen oder ein Produkt kaufen).

Generell gilt: Je länger Nutzer auf deiner Seite bleiben, desto besser – vorausgesetzt, sie werden irgendwann aktiv. Wenn du feststellst, dass Nutzer lange auf deiner Seite verweilen, aber nicht konvertieren, könnte dein Conversion-Fluss problematisch sein.

6. Absprungrate (Bounce Rate)

Die Berechnung der Absprungrate einer Webseite gibt an, wie viele Nutzer auf der Seite landen und sie dann wieder verlassen, anstatt auf eine zweite Seite zu klicken. Eine hohe Absprungrate bedeutet, dass viele Leute die Seite verlassen, nachdem sie sie besucht haben. Eine niedrige Absprungrate bedeutet, dass viele Leute auf eine andere Seite weiterklicken. Normalerweise gilt: Je niedriger die Absprungrate, desto besser. Das stimmt aber nicht immer, vor allem, wenn es um die Analyse deiner Konversiosrate geht. 

Genauer gesagt, müssen wir hier zwei Szenarien betrachten. Wenn es sich bei der fraglichen Seite um eine Produktseite handelt, auf der die Nutzer direkt kaufen können, ist die Absprungrate nicht so wichtig. Sie können kaufen und die Seite gleich danach wieder verlassen, und du hast trotzdem einen Verkauf getätigt.

Nehmen wir aber an, es handelt sich um einen Blogbeitrag, der auf eine Produktseite verlinkt. Eine hohe Absprungrate für den Blogbeitrag bedeutet, dass nicht viele Leute überhaupt auf die Produktseite gelangen.

Das ist ein guter Zeitpunkt, um dich an die Beziehung zwischen SEO und Verkauf zu erinnern. Von allen Traffic-Kanälen ist SEO am ehesten in der Lage, kaufbereite Nutzer auf deine Seite zu bringen. Wenn du auf Keywords mit kommerzieller oder transaktionaler Absicht abzielst, wissen die Nutzer, die auf deiner Seite landen, bereits ziemlich genau, wonach sie suchen. Je optimierter eine Seite also ist und je mehr sie der Absicht des Nutzers entspricht, desto eher wirst du die richtigen Leute auf diese Seite locken. So ist es wahrscheinlicher, dass sie auf eine andere Seite deiner Website klicken und sich weiter mit dir beschäftigen. Denke daran, dass wir nicht einfach nur Traffic wollen. Wir wollen gezielten und hochwertigen Traffic.

7. Landing Page

Die Leistung deiner Landing Pages kann deine Vorgehensweise in anderen Bereichen deines digitalen Auftritts maßgeblich beeinflussen. SEO-freundliche Landing Pages bringen in der Regel viel Traffic auf die Website. Du solltest analysieren, welche Seiten genau die meisten Besucher auf deine Website bringen. Um zu messen, wie sich diese Seiten auf dein Ergebnis auswirken, solltest du weitere Fragen beantworten. Wie viel Zeit verbringen Besucher auf diesen Seiten? Welche Seite ist diejenige mit der höchsten Conversion Rate? Nutze diese Informationen, um andere Seiten auf deiner Website zu verbessern.

8. Ausstiegsseiten (Exit Pages)

Die Ausstiegsseite ist die letzte Seite, die ein Nutzer besucht, bevor er deine Website verlässt. Wenn du deine Ausstiegsseite kennst, kannst du herausfinden, warum deine Conversion Rate steigt – oder sinkt. Nehmen wir beispielsweise an, dass ein Nutzer, der eine neue Hose bei einem Herrenausstatter kaufen möchte, vier Seiten durchlaufen muss:

  • Die erste Produktseite.
  • Den Einkaufswagen.
  • Die Kaufseite, auf der er seine Daten und seine Kartennummer eingibt.
  • Die Danke-Seite.

Wenn die Marke feststellt, dass der Einkaufswagen die häufigste Ausstiegsseite ist, ist wahrscheinlich etwas technisch oder in Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit nicht in Ordnung – was die Nutzer daran hindert, den Kauf abzuschließen. In diesem Fall werden diese potenziellen Kunden niemals konvertieren. 

9. Wert pro Besuch (Value per Visit)

Einfach ausgedrückt: Der Wert eines einzelnen Besuchs eines Nutzers. Nehmen wir an, deine Shop-Seite wird täglich 100-mal besucht, deine Conversion Rate liegt bei 2 % und der durchschnittliche Käufer gibt 75 US-Dollar aus. Das bedeutet, dass jeder Besuch 1,50 $ wert ist.

100 Besuche / Tag x 2 % (0,02) Conversion Rate = 2 Besuche / Tag, die konvertieren

2 Besuche / Tag x 75 $ / Besuch = 150 $

150 $ / 100 Besuche pro Tag = 1,50 $/ Besuch

Um die Berechnungen in einem größeren Maßstab durchzuführen, musst du eventuell spezielle Tools verwenden. Mit dem Tool SEO Potenzial von SE Ranking kannst du zum Beispiel Einkommensschätzungen für alle deine Ziel-Keywords erhalten. Alles, was du dafür benötigst, ist die Conversion Rate für Verkäufe und der Betrag, den dein durchschnittlicher Käufer ausgibt. Das Tool berechnet die Anzahl der Besuche von Google für alle deine Ziel-Keywords und liefert dir die geschätzten Einnahmen. Wenn du die geschätzten Einnahmen durch den prognostizierten Traffic teilst, erhältst du einen seitenweiten Wert für die Besuchsmetriken.

SEO-Potenzial in SE Ranking lässt sich auch anhand Conversion Rate und geschätztem Umsatz pro Kunde berechnen.

Wenn du diese Zahl kennst, kannst du besser einschätzen, wie viel du für eine einzige Conversion ausgeben musst. Zu diesem Punkt kommen wir als Nächstes.

10. Kosten pro Conversion

Hier geht es darum, wie viel es kostet, einen Nutzer zur Conversion zu bewegen. Die Berechnung dieser Metrik kann schwierig sein, aber das Entscheidende ist Folgendes: Wenn es dich mehr kostet, einen Nutzer zu konvertieren, als dieser Nutzer eigentlich wert ist, verliert dein Unternehmen Geld. Deshalb musst du vor allem bei bezahlten Anzeigen wissen, wie viel du ausgibst, um eine einzelne Person zum Klicken und Kaufen zu bewegen. Erhältst du einen angemessenen Gegenwert? 

All diese Metriken sind unglaublich wertvoll, und sie stehen dir mit leistungsstarken und robusten Tools wie Google Analytics zur Verfügung. Erfahre mehr über die Einrichtung von Google Analytics.

11. ROI

Die Kapitalrendite (Return on Investment, ROI) misst, vereinfacht ausgedrückt, was du im Vergleich zu deiner Investition verdient hast.

In der Regel wird die ROI in finanzieller Hinsicht verwendet. Wenn es zum Beispiel 1,00 $ kostet, einen Link anzuklicken, und die Person, die geklickt hat, ein Produkt für 5,00 $ kauft, hast du 4,00 $ für deine Investition erhalten.

Der Begriff “Rendite” kann sich jedoch auf jedes Ergebnis beziehen, ob finanziell oder anderweitig.

12. CPL

Die Kosten pro Lead (Cost per Lead, CPL) geben an, wie viel du für eine Anmeldung, einen Follower oder eine andere Art von Lead zahlst, in der Regel durch eine Anzeige. Diese Zahl ist wichtig, denn du willst nicht, dass deine CPL höher sind als dein ROI.

13. Neue Nutzer

Wie viele neue Nutzer bringst du auf deine Seite? Um eine gute Conversion Rate zu erzielen, brauchst du einen beständigen Strom von Besuchern. Im Idealfall sollte er im Laufe der Zeit stetig ansteigen.

14. CAC

Die Kundenakquisitionskosten (Customer Acquisition Cost, CAC) sind ähnlich wie die CPL, nur dass sie sich auf deine gesamten Marketingausgaben geteilt durch die Gesamtzahl der Neukunden beziehen.

Die Conversion Rate in Google Analytics

Die Kenntnis deiner Zahlen ist wichtig für die Gesundheit deines Unternehmens insgesamt. In Google Analytics wird eine Conversion als “Zielvorhaben” bezeichnet. Du kannst Ziele festlegen, die auf dein Unternehmen gemünzt sind, und Google Analytics wird sie für dich tracken. Ein Zielvorhaben kann zum Beispiel ein Seitenbesuch, ein Klick oder ein Datei-Download sein. Achte darauf, jeden Zielvorhaben einen Geldwert zuzuweisen, damit du am Ende feststellen kannst, ob die Performance dem entspricht, was du brauchst. 

Reden wir nun darüber, wie du Conversion Rates in Google Analytics einrichten und tracken kannst.

Zuerst musst du Zielvorhaben erstellen, damit GA genau weiß, was es überwachen soll. Klicke in deinem Dashboard auf “Alle Website-Daten”. Sieh dir dann das Menü auf der linken Seite an. Du solltest “Conversions” und darunter “Zielvorhaben” sehen. Klicke darauf.

Übersicht über Zielvorhaben in Google Analytics im "Conversions"-Modul

Dann solltest du eine Option sehen, die “+Neues Zievorhaben” heißt. Hier kannst du Google Analytics mitteilen, was es tracken soll. Du kannst wählen zwischen:

  • Eine Zielvorlage verwenden: Diese helfen dir, Standardziele wie Umsatz, Akquise, Anfragen und Engagement festzulegen. Wenn du neu bei Google Analytics bist, solltest du diese Option zuerst ausprobieren.
  • Benutzerdefinierter Zielvorhaben erstellen: Damit hast du etwas mehr Flexibilität und kannst Einstellungen wie Ziel, Dauer oder Ereignis festlegen. 
  • Intelligente Zielvorhaben erstellen: Damit kannst du die Leistung deiner Anzeigen optimieren, indem du deine besten Sitzungen als Conversions verwendest.

Außerdem musst du einen Zielwert festlegen, d. h. du gibst ihm einen Geldwert, damit du die Conversions vergleichen und im Laufe der Zeit messen kannst.

Zum Schluss überprüfst du dein Zielvorhaben. Google Analytics errechnet aus den Daten der letzten sieben Tage eine Conversion Rate für dich.

Kurz gesagt: Du sagst GA 1. was es tracken soll und 2. wie eine gute Conversion Rate aussieht.

Diese Daten kannst du im Laufe der Zeit verfeinern, da Google Analytics immer mehr über die Besucher deiner Website und ihre Handlungen erfährt.

Wenn du den Fortschritt deiner Ziele überprüfen möchtest, gehe im Menü “Zielvorhaben” zu “Conversions”. 

Diese Berichte zeigen dir die Schrittfolge, die Besucher durchlaufen, bevor sie schließlich konvertieren. So kannst du herausfinden, wo die Besucher in deinen Funnel einsteigen, wo sie abspringen und welche Schrittfolge am besten konvertiert.

Zielvorhabenfluss in Google Analytics mit der Visualisierung, wie ein Besucher zu einer Conversion kommt.

Darüber hinaus kannst du dein Google Analytics-Konto in Keyword-Ranking-Tool von SE Ranking integrieren, um alle wichtigen Daten zu Conversions in Bezug auf Traffic-Quellen, Zielgruppe und Seiten auf einem einzigen Dashboard zu sehen. 

Anzahl von erreichnten ZIelen (oder Zielvorhaben) kann man auch im Modul "Analytics & Traffic" in SE Ranking verfolgen.

Das Diagramm zeigt alle wichtigen Analytics-Metriken, und in der Tabelle unten findest du detaillierte Daten. Alle Daten werden im Vergleich zu einem vorhergehenden Zeitraum dargestellt, den du nach deinen Bedürfnissen festlegen kannst.

Andere Tools zum Tracken und Optimieren der Conversion Rate

Neben Google Analytics kannst du auch spezielle Tools zum Tracken von Nutzerverhalten verwenden, wie etwa Hotjar, Lucky Orange, Crazy Egg und ähnliches. Damit kannst du nicht nur die Anzahl der Conversions und die wichtigsten Schritte deiner Nutzer entlang des Funnels tracken, sondern dir auch ein umfassendes Bild davon machen, wie Nutzer mit deiner Website interagieren. Heatmaps und Session Recordings geben dir Aufschluss darüber, was Nutzer daran hindert, mit einer höheren Rate zu konvertieren. Wir haben einen separaten Leitfaden zur Optimierung der Conversion Rate erstellt, den du dir unbedingt ansehen solltest. 

Fazit

In diesem Blog haben wir uns ausführlich mit der Conversion Rate befasst: Was sie ist, warum sie wichtig ist, welche Zahlen du anstreben solltest und wie du die Conversion Rate berechnen und tracken kannst.

Du weißt jetzt auch, dass die Conversion Rate zwar wichtig ist, aber nicht das Ende der Fahnenstange darstellt. Um wirklich zu verstehen, wie es um deine Website und ihre Performance bestellt ist, solltest du die Conversion Rate im Zusammenhang mit mehreren anderen Metriken betrachten.

Wenn du einen Schritt zurück machst und nicht nur deine Conversion Rate betrachtest, sondern auch, wie sie im Zusammenhang mit den anderen besprochenen Metriken aussieht, erfährst du diese wichtigen Dinge über deine Website:

  • Wer sind unsere Besucher?
  • Womit verbringen sie besonders viel Zeit?
  • Was scheint sie nicht zu interessieren?
  • Welche Seiten sind so verlockend, dass sie unsere Nutzer dazu bringen, aktiv zu werden?
  • Wo stechen wir heraus?
  • Was können wir verbessern und wie?

Wenn du diese Fragen beantwortest, wird die Performance deiner Website – und damit dein Geschäftserfolg – in die Höhe schnellen. Daten sind alles!

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