SISTRIX Erfahrungen 2026: Ich habe die Toolbox selbst getestet
SISTRIX ist unter SEOs in der DACH-Region ein bekannter Name. Besonders bekannt ist der Sichtbarkeitsindex, der längst über das Tool hinausgewachsen ist und in der Branche als eigene Kennzahl gilt, sowie eine der größten Datenbanken für Deutschland mit rund 100 Millionen Keywords.
Vom Ruf allein wollte ich mir aber kein Bild machen. Ich habe die Toolbox selbst getestet und mich zusätzlich durch aktuelle Nutzer-Reviews auf OMR, OMT und G2 gelesen. Das hier sind meine SISTRIX Erfahrungen.
Disclaimer: Alle Preise, Paketgrenzen und Funktionsangaben habe ich im August 2026 selbst geprüft, an der Preisseite, im FAQ, im Handbuch und Changelog von SISTRIX, an Nutzer-Reviews auf OMR, OMT, G2 und Capterra und in meinem eigenen Testaccount. SISTRIX ändert Pakete, Limits und Beta-Funktionen laufend, einzelne Angaben können deshalb abweichen oder inzwischen überholt sein. Verbindlich ist immer, was SISTRIX selbst nennt.
Hier das Wichtigste
Was mich überzeugt hat
- Die deutsche Datenbasis. Rund 100 Millionen Keywords und ein Sichtbarkeitsindex, der seit 2008 nach derselben Methode berechnet wird.
- 13 Jahre Datenhistorie, abrufbar ohne Projekt-Setup, auch für fremde Domains.
- Der MCP-Server läuft in allen Paketen und verbraucht keine API-Credits.
- Amazon-Tools für fünf europäische Marktplätze, die es bei den großen Suiten so nicht gibt.
Wo es hakt
- SISTRIX kostet 119 € bis 799 € im Monat, zzgl. MwSt. Das START-Paket für 119 € ist beschnitten, nicht nur kleiner. Drei Monate Historie, keine Content-Tools, keine API, und Nutzer oder Projekte lassen sich nicht nachbuchen. Der realistische Einstieg liegt bei 239 € bis 419 €.
- SISTRIX ist sehr minimal gebaut, das betrifft sowohl das Interface als auch den Funktionsumfang. Pro Ansicht siehst du meist ein Diagramm und ein paar Kennzahlen. Willst du verwandte Kennzahlen daneben legen, wechselst du den Tab. Bei SE Ranking oder Semrush liegt auf einem Screen deutlich mehr, und sie bringen mehr Tools mit.
- Die Backlink-Daten sind der schwächste Bereich. Für seranking.com zeigt SISTRIX 16.256 verweisende Domains, unser eigenes Tool 23.200 für dieselbe Domain.
- Außerhalb der 13 Kernländer bricht die Datenbasis ein, von rund 100 Millionen deutschen Keywords auf etwa 1 Million für Länder wie Irland, Dänemark oder Tschechien.
- Local SEO fehlt als eigene Ebene. Der Sichtbarkeitsindex gilt immer für das ganze Land, es gibt keine GBP-Verwaltung und kein Citation-Tracking.
- Agenturtaugliches Reporting beginnt bei PROFESSIONAL. Darunter fehlt das eigene Logo im Report, die Reports sind knapp, und Nachbuchen kostet im kleineren Tarif mehr.
Mein Eindruck nach dem SISTRIX Test: Das Tool lohnt sich, wenn der Sichtbarkeitsindex bei dir Berichtswährung ist und dein Geschäft im DACH-Raum liegt. Bei Backlinks, Local SEO, internationalen Märkten und Agentur-Reporting bekommst du woanders für weniger Geld mehr.
Was ist SISTRIX?
Bevor ich in den Test einsteige, ein kurzer Überblick. SISTRIX hat seinen Sitz in Bonn, die Toolbox gibt es seit 2008 und das Unternehmen wird immer noch vom Gründer Johannes Beus geleitet.

Inhaltlich lässt sich SISTRIX in drei Bereiche unterteilen.
- Google-Optimierung. Dazu gehören der Sichtbarkeitsindex, Wettbewerbsanalysen, Keyword-Recherche, Rank Tracking, Onpage-Audits, Backlink-Analysen, Content Discovery und eine API.
- AI-Sichtbarkeit. Hierzu zählen AI Research, Prompt-Monitoring, eine Prompt-Datenbank und ein eigener AI‑Sichtbarkeitsindex, der über Google AI Overviews, AI Mode, ChatGPT und Perplexity erhoben wird.
- Amazon. SISTRIX bietet einen eigenen Sichtbarkeitsindex für den Marktplatz, Produkt-Recherche, Kategorien-Checks sowie Auswertungen von Rezensionen und Preisentwicklungen.
SISTRIX Preise 2026 im Detail
Online steht vielerorts noch, dass SISTRIX aus einzeln buchbaren Modulen besteht. Das war früher richtig, aber seit Dezember 2021 ist das nicht mehr der Fall. Heute gibt es vier Pakete.
START
119 €
PLUS
239 €
PROFESSIONAL
419 €
PREMIUM
799 €
START
Freelancer
PLUS
kleine Teams
PROFESSIONAL
Agenturen
PREMIUM
große Unternehmen
START
1
PLUS
3
PROFESSIONAL
6
PREMIUM
12
START
3
PLUS
15
PROFESSIONAL
40
PREMIUM
100
START
3 Monate
PLUS
5 Jahre
PROFESSIONAL
vollständig (13 Jahre)
PREMIUM
vollständig (13 Jahre)
START
3
PLUS
25
PROFESSIONAL
100
PREMIUM
500
START
3
PLUS
25
PROFESSIONAL
100
PREMIUM
500
START
nein
PLUS
nein
PROFESSIONAL
ja
PREMIUM
ja
START
keine
PLUS
begrenzt
PROFESSIONAL
vollständig
PREMIUM
vollständig
START
1.000
PLUS
10.000
PROFESSIONAL
30.000
PREMIUM
100.000
119 €
239 €
419 €
799 €
Freelancer
kleine Teams
Agenturen
große Unternehmen
1
3
6
12
3
15
40
100
3 Monate
5 Jahre
vollständig (13 Jahre)
vollständig (13 Jahre)
3
25
100
500
3
25
100
500
nein
nein
ja
ja
keine
begrenzt
vollständig
vollständig
1.000
10.000
30.000
100.000
Weitere Nutzer und Projekte lassen sich in allen Tarifen außer START nachbuchen. Ein zusätzlicher Nutzer kostet 24,90 €, ein weiteres Projekt je nach Paket zwischen 5,90 € und 9,90 €.
Die AI-Sichtbarkeit ist im Moment in jedem Paket ohne extra Kosten enthalten. Sie umfasst 100 bis 1.500 Prompts pro Monat.
Unterschiede gibt es auch beim Support. Telefon-Support und schnellere Reaktionszeiten gibt es erst ab PROFESSIONAL. Bei den kleineren Paketen bleibt es beim Chat. Seminare sind dagegen in allen Paketen enthalten, ab PLUS auch als Präsenzformat.
SISTRIX kostenlos nutzen
Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht. Stattdessen kannst du SISTRIX laut Anbieter zwei Wochen kostenlos testen, ohne automatische Verlängerung. Der Weg dorthin ist nicht ganz bequem, neben der E‑Mail‑Adresse fordert SISTRIX auch eine Telefonnummer. Wer im letzten Jahr schon einmal getestet hat, kann die Testversion nicht noch einmal nutzen.
SISTRIX Bewertungen auf Review-Plattformen
Insgesamt sammelt SISTRIX solide Bewertungen um die 4,4 Sterne ein. Bei OMR sind es 4,3 (mit 330 Reviews die größte Stichprobe), bei OMT 4,4 und bei G2 ebenfalls 4,4.
Die meisten SISTRIX Reviews sind einige Jahre alt, auf OMR kam im letzten Jahr nur eine einzige neue dazu, und auf G2 stammt die neueste von Anfang 2024. Zu den neuen AI‑Features findest du dort entsprechend noch gar nichts.
Drei Dinge loben die Nutzer immer wieder.
- Erstens die Datenbasis mit ihrem historischen Rückblick. Millionen Keywords samt Ranking-Verläufen, teils über mehr als ein Jahrzehnt. Gerade der Blick zurück taucht in den Reviews auffallend oft auf.
- Zweitens der Sichtbarkeitsindex, weil er täglich neu berechnet wird. Zusammen mit der Wettbewerbsanalyse siehst du so nicht nur die eigene Entwicklung, sondern auch, wo die Konkurrenz gerade punktet.
- Drittens der Support, persönlich per E-Mail und Telefon, von vielen als ungewöhnlich freundlich beschrieben.
Und dann gibt es die andere Seite:
- Der Preis ist für große Agenturen meist in Ordnung. Für Freelancer, Inhouse-Teams und kleine Agenturen ist er oft das wichtigste Gegenargument. Viele hätten gerne einzelne Funktionen wie die Keyword-Recherche in günstigeren Paketen. Manche geben den Preis sogar als Grund für eine Kündigung an.
- Bei der Benutzerführung ist die Community gespalten. Die einen loben die Übersichtlichkeit, die anderen finden sie gegenüber US-Tools angestaubt und stolpern über Kleinigkeiten, etwa dass sich Keywords nicht per Klick kopieren lassen oder eingeblendete Wettbewerber nicht aus den Übersichten verschwinden.
- Die Performance lässt gelegentlich zu wünschen übrig: Die Seite ist mal langsam und Projekt-Aktualisierungen bleiben manchmal hängen.
Die SISTRIX Tools im Detail
Sichtbarkeitsindex
Ich starte mit dem Sichtbarkeitsindex. Genau genommen ist das kein Tool, sondern eine Kennzahl.
Laut SISTRIX ist der Sichtbarkeitsindex die wichtigste Kennzahl, um den Ranking-Erfolg einer Domain bei Google zu messen. Er wird aus etwa einer Million Keywords und deren Top-100-Ergebnissen berechnet, wobei Suchvolumen und Klickwahrscheinlichkeit berücksichtigt werden.
Das ist eine saubere, seit Jahren konsistente Methodik. Aber ganz so universell, wie der Index manchmal behandelt wird, ist er nicht.
- Die Datenbasis ist starr. Berechnet wird auf einem festen Keyword-Set, gewichtet nach Suchvolumen. Nischen-Keywords mit ein paar Dutzend Suchanfragen im Monat fallen kaum ins Gewicht, Longtail-Begriffe und regionale Suchanfragen tauchen im gemessenen Set häufig überhaupt nicht auf. Eine B2B-Domain kann also für alles ranken, was ihr Geschäft ausmacht, und trotzdem einen Index nahe null haben. Ein langjähriger Nutzer schreibt genau das in seiner Review, der SI werde oft als „Heiliger Gral“ verkauft, sage aber bei spitzen B2B-Zielgruppen nur sehr wenig aus.
- Er misst keinen Traffic und schon gar keinen Umsatz. Ein steigender Index bedeutet bessere Rankings im gemessenen Keyword-Set, nicht mehr Besucher. Ob daraus Traffic wird, hängt an Klickraten, AI Overviews, Ads und Suchintention.
- Einbrüche werden regelmäßig falsch gelesen. Ein Google-Update oder Bewegung bei Keywords, die für dein Geschäft irrelevant sind, kann den Index deutlich verschieben, ohne dass sich an deiner Performance etwas ändert. Umgekehrt genauso.

Den Sichtbarkeitsindex findest du sowohl in deinen eigenen Projekten als auch bei der Analyse fremder Domains. Im Domain-Überblick siehst du ihn direkt, im Sichtbarkeitsindex-Tab kommen Details wie die wöchentliche Entwicklung und der SI-Rank dazu. Google-Updates werden als Pins angezeigt, sodass du einen Absturz sofort einem Update zuordnen kannst.
Außerdem kannst du jede Domain direkt mit Wettbewerbern vergleichen, passende Konkurrenten schlägt SISTRIX selbst vor.

Domain Check
Der Domain Check funktioniert mit jeder Domain, der eigenen oder der eines Wettbewerbers. Er zeigt ohne Setup den Überblick über Sichtbarkeit, rankende Keywords, geschätzten Traffic, Länderverteilung und die stärksten Verzeichnisse.
Direkt in der Übersicht sitzt außerdem der Block „AI Citations“. Er zeigt, wie oft die Domain in Google AI Overviews, im AI Mode und in ChatGPT als Quelle zitiert wird.

Über die linke Navigation kommst du zu Ranking-Veränderungen, Seitenstruktur mit Core Web Vitals, Suchintentionen, Linkprofil und den Google-Ads-Anzeigen der Domain.
Backlink-Analyse
Das Linkprofil bekommst du wie den Rest der Domain-Daten ohne Setup, für jede beliebige Domain. SISTRIX zeigt die Zahl der Backlinks und der verweisenden Domains, dazu Hosts, IPs und Netzwerke, das Verhältnis von Deeplinks und Nofollow-Links sowie die häufigsten Linktexte. Eigene Ansichten gibt es unter anderem für neue und verlorene Links, defekte Links und die Link-Entwicklung über die Zeit.

Ehrlicherweise ist das aber auch der Bereich, in dem SISTRIX am weitesten hinter den Spezialisten liegt. Ein SEO-Manager nennt die Backlink-Daten in seiner Review sehr basic. Ein anderer Nutzer wird konkreter und wünscht sich mehr Möglichkeiten fürs Backlink-Audit, etwa zusätzliche Metriken, eine Warnfunktion für schadhafte Links und eine GSC-Anbindung, um sie direkt entwerten zu können.
Ich habe die Gegenprobe selbst gemacht. Für seranking.com zeigt SISTRIX 16.256 verweisende Domains. Unser eigenes Tool kommt für dieselbe Domain auf 23.200.
Also, für die Bewertung einer Domain genügt das Modul, für Linkaufbau als laufenden Prozess legst du ein zweites Tool daneben.
AI‑Sichtbarkeit (AI Check, Prompt Research, Prompt Tracking)
Für die AI-Sichtbarkeit bietet SISTRIX drei Tools an.
Die Prompt-Menge staffelt sich nach Paket, 100 pro Monat bei START, 300 bei PLUS, 600 bei PROFESSIONAL, 1.500 bei PREMIUM. Für eine Marke in einem engen Thema reichen 100, sobald Wettbewerber oder mehrere Kunden dazukommen, bist du bei 419 €.
Mit dem AI Check siehst du, in wie vielen KI-Antworten eine Marke erscheint, aufgeteilt nach Modell (Google AI Overviews, AI Mode, ChatGPT und andere) und nach Ländern.

In der Prompt-Liste stehen echte Nutzerfragen samt vollständiger KI‑Antworten. Du kannst nach Modell filtern oder dir nur die Antworten anzeigen lassen, in denen die Marke tatsächlich genannt wird. Für die Auswertung gibt es eingebaute KI‑Analysen.

Mentions, Citations und deren Quellen lassen sich in eigenen Tabs einzeln auswerten.
Beim Filtern bin ich im Test hängen geblieben. Filter für Land und AI‑Modell gibt es zwar, aber eigene und fremde Quellen lassen sich in der Tabelle nicht trennen. Und eine Auswahl wie „zeig mir nur die Quellen, in denen Wettbewerber genannt werden, ich aber nicht“ ist nicht möglich, dabei wäre genau das der nächste Arbeitsschritt. Der AI Deep Dive wertet das zwar aus, lieferte in meinem Test aber nur ein Gesamtbild und keine separate Quellenliste zum Weiterarbeiten.

Das zweite Werkzeug ist die Prompt Research, im Kern eine Keyword-Recherche für die KI‑Suche, laut SISTRIX auf Basis von 62 Millionen echten Nutzeranfragen.

Prompt Tracking beobachtet die eigene Marke und Wettbewerber dauerhaft in Projekten auf verschiedenen KI‑Plattformen. Es gibt einen eigenen AI‑Sichtbarkeitsindex und einen Abdeckungsvergleich für jedes Modell.
Keyword-Recherche
Pro Keyword zeigt SISTRIX eine Übersichtsseite. Darauf stehen Suchvolumen, erwartete Klicks, CPC, Wettbewerbsintensität, Suchintention und die SERP-Features des Keywords.

Für neue Ideen bietet SISTRIX exakte Varianten, Kombinationen, Suchvorschläge und echte Nutzerfragen.
Das SERP-Archiv speichert die Ergebnisseiten wöchentlich, und mit dem SERP-Vergleich kannst du zwei Zeitpunkte direkt nebeneinanderlegen und siehst jede Veränderung.

SISTRIX nennt über 450 Millionen Keywords als Datenbasis, verteilt auf rund 50 Länder. Deutschland liegt bei rund 100 Millionen Keywords, große Märkte wie die USA, UK, Frankreich, Spanien und Italien bei 51 bis 52 Millionen, Österreich und die Schweiz bei je 17 Millionen. Viele kleinere Länder kommen dagegen nur auf 1 Million Keywords. Nutzer berichten entsprechend von Ländern, die fehlen oder nur wenige Keywords haben. Für DACH-Teams ist die Basis damit stark, aber wer international arbeitet, sollte vorher prüfen, wie gut die eigenen Zielmärkte tatsächlich abgedeckt sind.
Laut SISTRIX werden alle Keywords „mindestens einmal jeden Monat“ aktualisiert, wöchentlich nur die mit nennenswertem Suchvolumen und täglich nur die wichtigsten. Standard sind dabei die mobilen Suchergebnisse, Desktop-Daten gibt es nur für die täglich und wöchentlich aktualisierten Keywords. In einem Markt mit einer Million Keywords liegt damit ein großer Teil deiner Begriffe auf dem Monatszyklus, und Desktop-Zahlen bekommst du für sie nicht.
Projekt-Tools (Rank Tracking, Onpage-Audit)
Rank Tracking
Rank Tracking, Onpage-Audit und Performance-Analysen gibt es nur in Projekten, also für die eigene Website. Ranking-Daten werden getrennt nach Desktop, Mobile und Tablet erhoben.
Jedes Projekt bekommt einen eigenen Projekt-Sichtbarkeitsindex auf Basis der getrackten Keywords, direkt vergleichbar mit Wettbewerbern. Auch die Search Console lässt sich anbinden.

Keywords lassen sich im Projekt auf Stadtebene tracken, das geht. Was fehlt, ist alles darüber hinaus. Der Sichtbarkeitsindex ist laut SISTRIX immer für das ganze Land berechnet, lokale Rankings fließen dort nicht ein, und es gibt weder eine Local-Pack-Ansicht noch GBP-Verwaltung oder Citation-Tracking.
Onpage-Audit
Das Onpage-Audit durchsucht Projekte jede Woche, inklusive Mobile-First- und JavaScript-Crawling ohne Zusatzkosten. Gefundene Probleme werden in Fehler, Warnungen und Hinweise unterteilt, jeweils mit Anzahl, Veränderung und Trend, dazu gibt es einen Filter für bereits gelöste Punkte.

Die Performance-Analyse basiert auf Google Lighthouse und verfolgt die Core Web Vitals im Zeitverlauf, inklusive Wasserfalldiagramm pro URL.

Content-Tools
Drei Werkzeuge decken den Content-Workflow ab, allerdings erst ab PLUS. Im START-Paket fehlen die Content-Tools komplett.
Der Content Assistant macht aus Thema und Keywords ein Briefing. Die KI schlägt eine Gliederung vor, die sich per Drag-and-drop umbauen lässt, geschrieben wird im Editor gegen einen Content Score, mit Keyword-Abdeckung, Lesbarkeit und Plagiatsprüfung. Texte von Grund auf generiert SISTRIX übrigens nicht, die KI beschränkt sich auf Gliederung, Kürzen und Umschreiben.

Der Content Planner macht aus einem Thema ein ganzes Cluster von Unterthemen mit Suchvolumen und Wettbewerb je Begriff. Content Discovery durchsucht laut SISTRIX über 750 Millionen Beiträge nach Inhalten, die bereits funktionieren.
Reporting und Agentur-Features
Es gibt automatisierte Reports, die als PDF ins Postfach kommen, dazu Live-Dashboards, die du mit Kollegen oder Kunden über einen Link teilen kannst, inklusive Rechtevergabe. Vorlagen lassen sich auf mehrere Domains kopieren.
Das SISTRIX-Logo im Report entfernen oder durch das eigene ersetzen kannst du erst ab PROFESSIONAL, also ab 419 € im Monat. Nachbuchen ist im kleineren Tarif außerdem teurer, ein zusätzlicher Report kostet in PLUS 3,90 € und in PROFESSIONAL 2,90 €.
Die Integrationsliste ist ziemlich kurz. Search Console und Analytics lassen sich verbinden, dazu gibt es einen Data-Studio-Connector. Typische Agentur-Werkzeuge wie ein Kundenportal oder ein Lead-Magnet-Tool für die eigene Website gibt es auch nicht.
Wenn Kundenreporting bei dir zum Tagesgeschäft gehört, lohnt der Vergleich an genau dieser Stelle. Unser Agency Pack bündelt White-Label-Berichte, Kundenplätze und ein Audit-Widget für die eigene Website als Add-on für 59 € im Monat.
Amazon-Tools
SISTRIX hat außerdem eigene Amazon-Tools, was unter SEO-Suiten eine Seltenheit ist.
Das Amazon-Modul umfasst die fünf größten europäischen Marktplätze (DE, UK, FR, IT, ES) und analysiert Marken, Händler und Produkte. Es gibt außerdem eine Keyword-Recherche mit Amazon-Suchvolumen, einen Kategorien-Check und eine Auswertung der Rezensionen bis zu den Top-Rezensenten.

Klar, wer sich hauptsächlich auf Amazon konzentriert, nutzt meist Spezialtools wie Helium 10 oder AMALYZE. Aber wer sowohl Google als auch Amazon betreut, findet hier beides unter einem Login.
Automatisierung: API und MCP
Und weil im SEO gerade vieles über Automatisierung läuft, habe ich auch das geprüft.
Die klassische JSON-API gibt es begrenzt ab PLUS und vollständig ab PROFESSIONAL. Sie liefert im Kern alles, was auch die Toolbox zeigt. Abgerechnet wird über ein wöchentliches Credit-Kontingent, jede Abfrage kostet je nach Endpunkt unterschiedlich viel. Zusätzliche Credits kosten 75 € je 10.000 Credits pro Woche, in jedem Paket gleich viel. Einen Mengenrabatt gibt es nicht.
Der MCP-Server steht in allen Paketen zur Verfügung, angemeldet wird per Login statt API-Key, und die Abfragen kosten keine API-Credits. Einmal mit Claude oder ChatGPT verbunden, lassen sich Sichtbarkeitsindex, Rankings, Suchvolumen und die AI‑Metriken direkt im Chat abfragen.
Für wen lohnt sich SISTRIX, und für wen nicht?
Nach dem SISTRIX Test würde ich es so sortieren.
- SISTRIX passt, wenn drei Dinge auf dich zutreffen. Du berichtest im Sichtbarkeitsindex, weil Kunden oder Geschäftsführung ihn erwarten. Du brauchst Verläufe über mehrere Jahre. Und dein Geschäft liegt im DACH-Raum. Trifft eines davon nicht zu, verliert das Paket einen großen Teil seines Werts.
- Bei fast allem anderen ist die Antwort weniger klar. Tägliches Rank Tracking, Keyword-Recherche, Onpage-Audit, SERP-Archiv, Content-Briefings, AI‑Prompt‑Tracking, das haben andere Suiten auch, teilweise mit mehr Tiefe und in mehreren Fällen für weniger Geld. Wenn du also nicht wegen des Index kommst, kaufst du eine solide, aber nicht herausragende Toolbox zu einem Premiumpreis.
- Schwierig wird es für international arbeitende Teams. Außerhalb der 13 Kernländer wird die Datenbasis dünn, und der Index wird dort nur wöchentlich berechnet, ohne Desktop-Daten. Wer von Deutschland aus nach Skandinavien oder Osteuropa expandiert, merkt den Unterschied schnell.
- Und wer stark über Backlinks oder Local SEO arbeitet, braucht ein zweites Tool. Das Linkmodul reicht für den Überblick, nicht für aktiven Linkaufbau. Und lokale Rankings fließen in den Sichtbarkeitsindex gar nicht ein, das schreibt SISTRIX selbst.
- Bleibt der Preis. Gemessen am Funktionsumfang ist SISTRIX teuer. Die Stärken liegen bei Index, Datenhistorie und deutscher Datenbasis, aber bei Backlinks, Content-Tools und internationalen Daten bekommst du bei anderen Tools für weniger Geld mehr.
Alternativen zu SISTRIX
SE Ranking bietet eine ähnlich große Keyword-Datenbank für den DACH-Raum wie SISTRIX, dazu KI‑Sichtbarkeits-Tracking, tägliches Rank Tracking, ein Local-Marketing-Tool und flexiblere Preise. Ob das zu deinem Setup passt, findest du am schnellsten selbst heraus, die Testversion läuft 14 Tage.
Ahrefs und Semrush sind stark bei Backlinks und PPC-Daten. Beide liegen aber im oberen Preissegment.
Den ausführlichen Vergleich mit Stärken und Schwächen jedes Tools findest du in unserem Artikel zu den besten SISTRIX Alternativen. Wenn du zwei Tools direkt nebeneinanderlegen willst, gibt es außerdem SISTRIX vs. Semrush, SISTRIX vs. Ahrefs und Seobility vs. SISTRIX. Einen breiteren Überblick über den Markt gibt unser Vergleich der besten SEO-Tools.
Häufige Fragen zu SISTRIX
Kann ich SISTRIX kostenlos nutzen?
Einen kostenlosen Tarif gibt es nicht, aber einen Testaccount über zwei Wochen, der von selbst endet. Laut SISTRIX kannst du ihn nur einmalig nutzen. Dazu gibt es kostenlose Tools ohne Anmeldung.
Was kann man mit SISTRIX machen?
SISTRIX deckt drei Bereiche ab: klassische Google-Optimierung mit Sichtbarkeitsindex, Keyword-Recherche, Rank Tracking, Onpage-Audit und Backlink-Analyse, dazu AI‑Sichtbarkeit für Google AI Overviews, ChatGPT und Perplexity sowie eigene Amazon-Tools für fünf Marktplätze.
Wie funktioniert SISTRIX?
SISTRIX läuft im Browser, ohne Installation. Domains lassen sich ohne Setup analysieren, auch fremde. Für die eigene Website legst du ein Projekt an und bekommst dann tägliches Rank Tracking, wöchentliches Onpage-Crawling und einen eigenen Projekt-Sichtbarkeitsindex.
Was sagt der Sichtbarkeitsindex von SISTRIX aus?
Er misst, wie sichtbar eine Domain in den organischen Google-Ergebnissen ist, berechnet aus rund einer Million Keywords pro Land, gewichtet nach Suchvolumen und Klickwahrscheinlichkeit. Er misst ausdrücklich keinen Traffic, und lokale Suchergebnisse fließen nicht ein.
Wie viel kostet SISTRIX?
Zwischen 119 € und 799 € pro Monat zzgl. MwSt., verteilt auf vier Pakete. Alle Tarife sind monatlich kündbar.
Was ist ein guter SISTRIX Sichtbarkeitsindex?
Dafür gibt es keinen absoluten Wert, der Index ist nur im Vergleich aussagekräftig. Sinnvoll ist der Blick auf die eigene Entwicklung über die Zeit und auf direkte Wettbewerber derselben Branche und Größe.


